Steuern sparen – Einfache Tipps

Viele Steuern zu zahlen ist ärgerlich, aber es gibt mehr Möglichkeiten, Geld zu sparen, als Sie glauben. Wussten Sie, dass Sie hohe Ausgaben für ein Auto, Unterhaltszahlungen oder Kurkosten von der Steuer absetzen können? Mit unseren besten und einfachen Steuertipps sparen Sie bares Geld bei der nächsten Steuererklärung.

1. Tipp zum Sparen: Handwerkerkosten

Sie mussten einige Reparaturen in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus durchführen lassen? Dann können Sie Steuern sparen. Sie dürfen die Kosten für Handwerker geltend machen und zwar seit 2013 bis zu einem Höchstbetrag von 1.200 Euro. Egal, ob Sie Mieter oder Eigentümer sind, Sie können insgesamt ein Fünftel der Arbeits- und Fahrtkosten absetzen. Dazu zählen auch sogenannte haushaltsnahen Dienstleistungen, wie zum Beispiel die Gartenarbeit. Gut zu wissen: Diese Regelungen gelten auch für ein Ferienhaus in der Europäischen Union. Ihr Wochenendhaus in Frankreich und die Handwerkerkosten dafür müssen dann auch bei der deutschen Steuer berücksichtigt werden.

2. Tipp zum Sparen: Verzichten Sie auf Ratenzahlung

Bei der Anschaffung von einem neuen Handy, einer Waschmaschine oder einem Auto sind Ratenzahlungen einfach bequem. Aber Sie sollten wissen, dass es sich lohnen kann, den Gesamtbetrag auf einmal zu zahlen. Bei hohen „außergewöhnlichen Belastungen“ in einem Jahr, können sich diese vorteilhaft bei Ihrer Steuer auswirken.

3. Tipp zum Sparen: Setzen Sie Medikamente, Brillen und Zahnbehandlungen ab

Sowohl Medikamente, Brillen als auch Zahnbehandlungen gehören ebenfalls zu „außergewöhnlichen Belastungen“ und können von der Steuer abgesetzt werden. Es spielt keine Rolle, ob es sich dabei um Zahnimplantate oder Kur- und Pflegekosten handelt. Gut zu wissen: Außerdem lohnt es sich, die Kosten komplett zu bezahlen, um eine voll Auswirkung des Steuervorteils zu erhalten.

4. Tipp zum Sparen: Unterhaltszahlungen

Eine weitere Möglichkeit Steuern zu sparen, ist es Unterhaltszahlungen als Sonderabgaben abzusetzen. Dies ist sogar bis zu einem Höchstbetrag von 13.085 Euro möglich. Dafür brauchen Sie aber die Zustimmung Ihres ehemaligen Partners, der das erhaltene Geld ebenfalls versteuern muss. Falls der Expartner dem jedoch nicht zustimmt, dann können Sie als Zahlender trotzdem noch 7.680 Euro pro Jahr absetzen.

5. Tipp zum Sparen: Kinderbetreuungskosten

Auch Ihre Kosten für die Kinderbetreuung können Sie von der Steuer absetzen. Die Höhe des Betrages hängt davon ab, ob einer oder zwei der Elternteile Verdiener sind. Sie können als Doppelverdiener in diesem Fall einen deutlich höheren Betrag erreichen. Gut zu wissen: Auch wenn Sie Verwandte, wie Oma oder Onkel, auf Ihre Kinder aufpassen lassen, können Sie diese Kosten absetzen. Sogar in dem Fall, dass der Verwandte kein Geld für seine Unterstützung erhält, können die Fahrtkosten berücksichtigt werden.

6. Tipp zum Sparen: Umzugskosten

Haben Sie schon gewusst, dass Sie bei einem Umzug aus beruflichen Gründen die anfallenden Kosten mit dem Finanzamt teilen können? Sie können selbst die Kosten für den Nachhilfeunterricht von der Steuer absetzen, falls sich die schulischen Leistungen Ihrer Kinder wegen des Umzugs verschlechtern.

7. Tipp zum Sparen: Fragen Sie einen Steuerberater

Durch das immer komplizierter werdende deutsche Steuerrecht sowie die Flut von Gesetzesänderungen benötigen Privatpersonen bei allen Fragen zum Thema Steuerberatung einen Experten an Ihrer Seite, der immer auf dem Stand der neuesten Entwicklungen ist und jede Gesetzesänderung zum Vorteil seines Auftraggebers zu nutzen weiß.

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8. Steuerersparnis für Umbauarbeiten in Ihrem Garten

Sie möchten Ihren Garten auf den Winter vorbereiten und die Kosten so gering wie möglich halten? Stellen Sie einen Handwerker ein, nehmen Sie alle gewünschten Veränderungen in Ihrem Garten vor und führen Sie die entstandenen Kosten bei der Steuerklärung auf. Somit erhalten Sie eine Steuerersparnis für die Handwerkerleistung, die Sie erhalten haben. Die Steuerermäßigung gilt ebenfalls für Erdarbeiten und Pflanzenarbeiten in Ihrem Garten. Sie können die Kosten von neu angelegten Gärten, sowie bereits bestehenden Gärten, die Sie umgestalten möchten, bei der Steuererklärung aufführen und erhalten als Mieter und Eigentümer gleichermaßen eine Steuerermäßigung.

9. Immobilien kaufen, bauen und vermieten - So optimieren Sie Ihre Steuern

Wenn Sie eine Immobilie erwerben möchten und diese vermieten wollen, haben Sie vorerst hohe Anschaffungskosten und ebenfalls hohe Baukosten (Herstellungskosten). Die Kosten vom Kaufpreis und die Baukosten, die entstanden sind, können Sie jedoch nicht als Werbungskosten absetzen. Um die Kosten dennoch geltend machen zu können, müssen Sie die Kosten auf die kommenden 40 bis 50 Jahre verteilen. Dies nennt man abschreiben. Ebenfalls haben Sie die Möglichkeit im Nachgang die Anschaffungskosten und die Herstellungskosten rückwirkend abzuschreiben.

Um die größtmögliche Abschreibungssumme herauszuholen, haben Sie beispielsweise die Möglichkeit, dass Sie Grund und Boden und das Gebäude getrennt voneinander absetzen und dadurch nachträgliche Herstellungskosten steueroptimal in die jährliche Abschreibung fließen lassen können. Wir zeigen Ihnen, nach welchen Grundlagen und Regelungen Sie abschreiben können, um steueroptimal zu handeln und die größtmögliche Summe jährlich zu erhalten.

10. Verkauf vermieteter Immobilien

Wenn Sie eine Wohnung vermieten, haben Sie eine 10-Jahresfrist, die Sie vor dem Verkauf Ihrer Immobilie einhalten müssen. Somit ist die Nutzung einer Immobilie als kurzfristige Kapitalanlage nicht zu empfehlen und ebenfalls für Anteile an geschlossenen Immobilienfonds nicht geeignet. Diese Regelung gilt ebenfalls für Erbbaurechte und Miteigentumsanteile, bei denen eventuell durch verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten beim Veräußerungsgewinn nutzen erschaffen werden kann. Erst nach Ablauf der zehn Jahre erhalten Sie eine Steuerfreiheit des Veräußerungsgewinns.